Möglichkeiten der Fernwartung verbessert. Beispielsweise kann die
Signalqualität während eines Anrufes aufgezeichnet werden.
Temperatur und Druckmessungen mit höherer interner Auflösung.
Es können nun Druckänderungen angesagt werden.
Funkgerät sendet CTCSS-Ton 97.4 Hz. Somit können Störgeräusche
auf Funk weitgehend ausgeblendet werden.
Die Elektronik wurde mit Hinblick auf eine zukünftige Einbindung der
Daten auf unserer Homepage erweitert.
Ausnutzung besserer Stromsparmodis der Elektronik. Damit könnte die
Station in näherer Zukunft rund um die Uhr in Betrieb sein.
Einstellung der Betriebszeiten ist jetzt auch bezogen auf Sonnenauf-
bzw. Sonnenuntergang möglich.
Es wird jetzt immer alles angesagt. Das Auslassen von Werten hat
manchmal zu Fragen bzw. Verunsicherung geführt.
(Oups, habe eben bemerkt, daß die Kondensationshöhe weiterhin nur
angesagt wird, wenn sie mindestens 200 m über Start liegt.)
Fehler in der Berechnung der Schwankungsbreite der Windrichtung
sind behoben.
Auflösung der Böen und Mittelwerte erhöht auf 1 Grad und 1 km/h.
Das 10-minuten Mittel wird jetzt arithmetisch berechnet. Nicht
vektoriell, sondern getrennt nach Geschwindigkeit und Richtung.
Zum genaueren Abschätzen des Strombedarfs ist jetzt ein Zähler
eingebaut, der telefonische Abfragen zählt.
Es gibt einen Neustartzähler. Damit ist eine Aussage über die
Betriebssicherheit der Station möglich.
Es können Messungen, Zählerstände, Akkuspannung und Signalstärke
des GSM-Netzes per SMS abgerufen werden. (Nur für autorisierte
Personen freigeschaltet, da zusätzliche Kosten entstehen.)
Die Betriebszeit ist auf 21:30 Uhr verkürzt - dann ist es dunkel.
Auf Pilotenwunsch wurde die Ansage der maximalen Böen nach vorne
gezogen. Schliesslich ist dieser Wert von äußerster Wichtigkeit.
Wenn sich die Station bei einem Anruf nicht meldet, einfach später
nochmal probieren. Vielleicht wird ja gerade eine Funkansage
ausgestrahlt oder jemand Anderes hängt an der Leitung, oder es
gibt dummerweise wieder Probleme mit dem GSM-Netz.
Es sind ein paar Erläuterungen zu den Ansagen notwendig. Der
Wind wird alle 5 Sekunden gemessen und bei jedem Anruf eine
neue Statistik über die vergangenen 10 Minuten erstellt.
Die Mittelungszeit von 10 Minuten wurde gewählt, weil das so
auch bei den Wetterdiensten weltweit gemacht wird.
Für "Wind" wurde ganz bewußt eine Häufigkeitsstatistik erstellt und
nicht vektorielle Mittelwerte berechtet. Herrscht am Startplatz z.B.
permanent leichter Wind aus NO und es gibt zum Teil starke
Ablösungen aus SW, was bei uns in Althof nicht unrealistisch ist,
würde eine vektorielle Mittelung leichten SW-Wind ergeben.
Mit der Statistik dieser Wetterstation wird aber der leichte
Rückenwind aus NO und Böen aus SW getrennt mit Richtung angesagt.
Wenn nach einem Neustart (wird z.B. gemacht wenn ein interner
Programmfehler entdeckt wurde) nicht ausreichend Messdaten vorhanden
sind um die Statistik oder einen Mittelwert über 10 Minuten
zu bestimmen, wird lediglich die aktuelle Windmessung zum Zeitpunkt
der Ansage ausgegeben. Beispiel:
Wetterstation Althof;
Wind aktuell 252 Grad, 18 km/h.
- Böen: Maximale Windgeschwindigkeit und zugehörige Richtung der
vergangenen 10 Minuten.
Aufflösung 1 Grad bzw. 1 km/h.
- 10-minuten Mittel: Arithmetischer Mittelwert über die vergangenen 10
Minuten, getrennt berechnet für die Geschwindigkeit und die Richtung.
Auflösung 1 Grad bzw. 1 km/h.
- Richtungsschwankung: Gibt den Bereich an, innerhalb dessen 90 %
der Windmessungen in den vergangenen 10 Minuten lag.
Ist im Uhrzeigersinn zu interpretieren: ''190 Grad bis 160 Grad''
entspricht Wind aus SSW über W, N, O bis SSO.
Auflösung 10 Grad.
- Temperatur und Taupunkt: Auflösung 1 Grad.
Der Taupunkt selbst ist schon ein relativ guter Hinweis auf die
zu erwartende Temperatur im (hoffentlich hohen) Flugniveau.
Die Frage, wie warm ich mich anziehen soll, lässt sich damit
etwas einfacher beantworten.
- Relative Feuchte: Bei Werten über 90 % muß mit aufliegenden
Wolken, Nebelbildung oder Niederschlag gerechnet werden.
Das Gleiche gilt auch bei Taupunktdifferenzen kleiner 2 Grad.
- Kondensationsniveau: Ein theoretischer Wert, berechnet aus der
Taupunktdifferenz. Der Wert wird nur angesagt, wenn er mindestens
200 m über Start liegt. Auflösung 100 m.
Wenn Cumulies entstehen, liegt die Basis in dieser Höhe. Zudem darf
keine Sperrschicht dazwischen liegen.
Die wirkliche Basis wird tiefer liegen, wenn unterhalb des berechneten
Kondensationsniveaus eine feuchtere Luftschicht liegt. Ist die Luft
in der Höhe sehr trocken, wird die wirkliche Basis höher sein.
Ob die Thermik so stark ist, daß tatsächlich Wolken entstehen, oder
eine Aussage über die tatsächliche Thermikhöhe machen, ist mit einer
"einfachen" Wetterstation nicht möglich. Dazu wäre eine Sondierung
der Schichtung z.B. mittels Ballonaufstieg nötig.
Übrigens kann die Temperatur in Basishöhe T(Basis) geschätzt werden:
Pro 500 m über Stationshöhe 1 Grad weniger als der Taupunkt oder
pro 100 m Über Stationshöhe 1 Grad weniger als die aktuelle Temperatur.
Im obigen Beispiel:
CCN 2500 m , Stationhöhe etwa 700 m, Differenz 1800 m.
1800 / 500 ist etwa 4, d.h. T(Basis) = Taupunkt - 4 = 9 - 4 = 5 Grad,
oder
1800 / 100 = 18, d.h. T(Basis) = Temperatur - 18 = 23 - 18 = 5 Grad.
- Drucktendenz: Wird aus den Messungen der vergangenen 2 Stunden ermittelt.
>= + 0.2 hPa/Stunde: "steigend"
< +/- 0.2 hPa/Stunde: "gleichbleibend"
<= -- 0.2 hPa/Stunde: "fallend"
Viel Spaß und schöne Flüge, vor allem in Althof, wünscht
Jürgen